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Der Kunde: Ein weltweit führendes Unternehmen im Großmaschinenbau
Die Berater: Dr. Thomas Kuprat, Christof Rautenberg, Torsten Sellmer
Die Aufgabe: Die Zielsetzung bestand darin, bei stark wachsender Nachfrage an Motoren die Ausbringung der Produktion deutlich zu erhöhen und gleichzeitig die Termintreue zur Erfüllung der Kundenaufträge zu verbessern. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, waren auf Seite der Lieferanten in einem teilweise sehr oligopolistisch ausgeprägten Beschaffungsumfeld – sowohl höhere Lieferkontingente zu vereinbaren als auch die Lieferperformance hinsichtlich Termin- und Qualitätseinhaltung zu verbessern. Des Weiteren mussten die kundeninternen Prozesse entlang der gesamten Supply Chain neu synchronisiert werden, um eine wesentlich engere und dabei reibungslose Taktung der Prozessschritte zur Auftragserfüllung zu erzielen, die auch eine deutliche Reduzierung der Fertigungs- und Montagedurchlaufzeiten bedingte.
Das Projekt: Es wurde eine Task Force Supply (TFS) eingerichtet und etabliert, die funktionsübergreifend mit Vertretern aus den Bereichen Einkauf, Lager und Versand, Disposition, Konstruktion, Planung, Produktion, Qualitätsmanagement und Vertrieb besetzt war. In den täglichen, klar strukturierten Meetings wurden Problemfelder identifiziert, Lösungen erarbeitet und Aufgaben vergeben. Daraus resultierten sowohl stark operativ geprägte, kurzfristig umzusetzende Maßnahmen als auch solche, die wegen ihrer Komplexität Ursachenanalysen und konzeptionelle Arbeit erforderten und in zahlreichen Projekten mündeten. Bei allen Lösungen standen stets Pragmatismus und zeitnahe Umsetzbarkeit im Vordergrund. Methodisch unterstützend wurden zum einen Six Sigma Black Belts eingebunden und zielgerichtet gesteuert und zum anderen Erkenntnisse aus Wertstromanalysen hinzugezogen.
Zeitgleich war die vakant gewordene Position der Leitung Supply Chain Management (SCM) als Mitglied der Geschäftsleitung neu zu besetzen. Die Entscheidung fiel auf einen externen Manager auf Zeit (MaZ), der einerseits direkt an den Geschäftsführer berichtete und andererseits der TFS-Leitung vorgesetzt war. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz – Besetzung TFS, des SCM sowie der Projektleitungen durch Externe – wurden sowohl die Durchsetzungsfähigkeit der TFS gegenüber der Linienorganisation gestärkt als auch das Reporting der TFS in Richtung Management direkter und transparenter.
Die Rolle: Im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes wurden drei PUTZ & PARTNER-Berater beauftragt. Zwei agierten mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der TFS und den Projekten, der Dritte leitete das SCM. Die aus der TFS abgeleiteten Schwerpunkte waren die Lieferantenentwicklung (Verbesserung der Qualität und Liefertreue zur Absicherung der erforderlichen Mengen), Prozessoptimierungen (insbesondere Dispositionsprozesse mit Augenmerk auf die Schnittstellen zur Fertigung, zum Einkauf und zur Logistik) und die systematische Stammdatenbereinigung (Fokus: Lieferzeiten und Losgrößen mit den Zielen Fehlteilvermeidung und Lagerbestandsreduzierung). Durch die vielfältigen Aufgabenstellungen wurden den Beratern nicht nur stark operative und konzeptionelle Qualitäten abverlangt, sondern sie waren über die klassische Beraterrolle hinaus auch als Antreiber, Coach oder Sparringspartner gefragt.
Über den MaZ-Einsatz war außerdem die Positionierung der Veränderungen in der Geschäftsleitung und in den internen sowie konzernweiten Supply Chain-Strukturen gewährleistet. Durch die Linienverankerung konnte dazu eine verbesserte Zielfokussierung bei den Mitarbeitern erreicht werden.
Das Ergebnis: Gemessen an den Kennzahlen des unternehmensweit standardisierten Production System:
- Erhöhung der Motorenausbringung um bis zu 40%
- Verringerung der Durchlaufzeit in der Montage um 50%
- Reduzierung der Fehlteile für den Motorenbau um 80%
- Verbesserung der Lieferperformance Los-/Reserveteile von 13% auf 100%
- Lagerbestandsreduzierung für Kaufteile um 15%
- Stammdatenbereinigung für über 50% aller Sachnummern
Der Erfolgsfaktor aus Sicht der Berater: "Langjährige Berufs- und Führungserfahrung, funktionsübergreifendes Wissen und die Fähigkeit, sowohl stark operativ als auch konzeptionell zu helfen. Das führte in Summe zu hoher Akzeptanz beim Kunden und zu einer effektiven Einbindung in die Organisation. Darüber hinaus war die Mischung aus Methodeneinsatz und Pragmatismus gepaart mit Umsetzungsstärke aller drei Berater erfolgskritisch für das Erreichen der Ergebnisse."
Kontakt:
Dr. Thomas Kuprat (Thomas.Kuprat[at]PutzundPartner.de)
Christof Rautenberg (Christof.Rautenberg[at]PutzundPartner.de)
Torsten Sellmer (Torsten.Sellmer[at]PutzundPartner.de)